Die Inszenierung des Totentanzes in einer verrotteten Kapelle. Eine Forschungsmission in den rauen Wassern des Bermudadreiecks. Und Großachterbahnen in teils Freizeitparks, von denen man das überhaupt nicht erwartet hätte. Die Freizeitpark-Saison 2025 steht in den Startlöchern und in diesem Beitrag stelle ich dir auf einer kleinen Europareise die beeindruckendsten Neuheiten vor, die uns dieses Jahr in den Freizeitparks erwarten. Spoiler: Da sind echt coole Sachen dabei.
Inhalte im Überblick
- 1. „Grand Prix Edventure“, Europa-Park Rust (Deutschland)
- 2. „Danse Macabre“, Efteling (Niederlande)
- 3. „Mecalodon“, Walibi Belgium (Belgien)
- 4. „YoY“, Walibi Holland (Niederlande)
- 5. „Helios“, Fantasiana Erlebnispark (Österreich)
- 6. „Wiener Looping“, Prater (Österreich)
- 7. „Mission Bermudes“, Futuroscope (Frankreich)
- 8. „Cétautomatix“, Parc Astérix (Frankreich)
- 9. „Furacão“, Aquashow (Portugal)
- 10. „Aquila“, Mandoria (Polen)
- 11. "Kraftverket", Liseberg (Schweden)
- 12. „Gozimba“, Serengeti-Park (Deutschland)
- 13. „Scotland Yard“, Ravensburger Spieleland (Deutschland)
1. „Grand Prix Edventure“, Europa-Park Rust (Deutschland)

Für die Station Nummer 1 bleiben wir zunächst in Deutschland und besuchen den Europa-Park in Rust bei Freiburg. Im Rahmen des 50. Jubiläums des Freizeitparks entsteht hier mit dem „Grand Prix Edventure“ ein neuentwickeltes Gameplay-Theater von Mack Rides. Zuerst wirkt diese Attraktion wie ein normaler, interaktiver Shooting-Darkride, was sie im Prinzip auch ist, doch der innovative Aufbau und die Funktionsweise machen das „Edventure“ besonders. Auch, weil dadurch eine erstaunlich hohe Kapazität von bis zu 1.200 Personen pro Stunde gegeben ist.
Beim Gameplay-Theater handelt es sich um ein kreisrundes Theater mit einem Ring aus drehbaren Gondeln. Die Fahrgäste sitzen Rücken an Rücken und während man zwei Runden durch die fünf Sektoren des Theaters dreht, wenden sich die Gondeln zehn verschiedenen Szenen zu. Mal wird in den Szenen mit visuellen Inhalten auf Großleinwänden gearbeitet, mal mit physischen, beweglichen Zielen.
Thematisch ist das „Grand Prix Edventure“ an den vom Europa-Park und Warner Bros. produzierten Kinofilm „Grand Prix of Europe“ angelehnt. Der Film rund um die beiden Europa-Park-Maskottchen Ed und Edda soll am 24.07.2025 auf die Leinwände kommen und verspricht gute Familienunterhaltung.
Kleiner Tipp: Sicherlich wird der Europa-Park in der Jubiläumssaison noch ein paar Überraschungen mehr bereithalten. Wer den Freizeitpark öfter besuchen möchte, sollte sich mal den ResortPass ansehen, also die Jahreskarte vom Europa-Park. Darin sind auch freie Eintritte in andere Freizeitparks inklusive. Mehr dazu schreibe ich bei den Details & Erfahrungen zum ResortPass 2025.
Übrigens: Neben dem „Grand Prix Edventure“ entsteht in Europa noch ein zweites Gameplay-Theater, nur etwas kleiner dimensioniert. Die Rede ist von „Ghostly Manor“ im britischen Paultons-Park, hier mit einem Gruselabenteuer thematisiert.
„Grand Prix Edventure“ ist eine von über 30 Neuheiten 2025 in den deutschen Freizeitparks. Entdecke auch die anderen:
2. „Danse Macabre“, Efteling (Niederlande)

Wir kommen nachher noch mal auf Deutschland zurück. Jetzt geht’s erst einmal ins Ausland, denn die meisten wirklich großen Achterbahnen und Attraktionen entstehen vor allem in unseren Nachbarländern. Eine davon ist „Danse Macabre“ im niederländischen Freizeitpark Efteling. Und ja, eigentlich ist es eine Neuheit aus 2024, aber da sie erst am 31.10.2024 eröffnet wurde und ihre erste Hauptsaison erst noch vor sich hat, nehme ich den hochmodernen Prototypen hier mit auf.
„Danse Macabre“ entführt uns in eine verrottet-benediktinische Kapelle, in der ein Orchester dazu verdammt ist, auf ewig den Totentanz zu spielen. Und wir tanzen ihn. Und zwar auf der weltweit ersten „Dynamic Motion Stage“ von Intamin: Sechs drehbare Gondeln mit 18 Sitzplätzen sind auf einer großen Drehscheibe angeordnet, die neben der Drehung auch schnell angehoben, gesenkt und stark geneigt werden kann. Das Fahrsystem bewegt sich im Prinzip wie eine Geldmünze, die auf ihrer Kante kreist. Wir hören den tatsächlichen „Danse Macabre“, ein orchestrales Stück auf frühen Zeiten, und das Spektakel wird mit weiteren Spezialeffekten untermalt.
Ich habe Efteling direkt am 31.10.2024 zur Eröffnung dieser besonderen Attraktion besucht und sie ausprobiert. Mehr dazu und zur Experience kannst du in meinem ausführlichen Review zu Eftelings „Danse Macabre“ nachlesen.
3. „Mecalodon“, Walibi Belgium (Belgien)

Zurück zu den tatsächlichen 2025er-Neuheiten. Dafür setzen wir unsere Europatour nach Belgien fort, und zwar in den nahe Brüssel gelegenen Freizeitpark Walibi Belgium. Zuletzt stand dieser Park mit dem Intamin-Mega-Coaster „Kondaa“ im Mittelpunkt – eine der besten Achterbahnen Europas. Jetzt entsteht dort innerhalb der neuen, industriell-maritim gehaltenen Themenwelt „Dock World“ die nächste Achterbahn. Eine Multi-Launch-Familienachterbahn von Gerstlauer. Der Name: „Mecalodon“.
„Mecalodon“, namentlich und auch vom Design her angelehnt an eine ausgestorbene Haiart, wird mit fast einem Kilometer Strecke aufwarten. Das Layout verläuft mit maximal 15 Metern Höhe überwiegend boden- und wassernah, während die Fahrgäste bei den drei LSM-Launches beziehungsweise -Boosts auf bis zu 65 Stundenkilometer beschleunigt werden. Das mag sich von den reinen Werten wenig beeindruckend anhören, ist aber sehr, sehr vielversprechend – vor allem, weil Gerstlauer auf dieser Achterbahn selbst eine ordentliche Portion Airtime verspricht.
Wer das Walibi Belgium noch nicht kennt, sollte spätestens 2025 mal einen Besuch einplanen. Mit vielen coolen Achterbahnen und Attraktionen und einer tollen Gestaltung ist es einer der Top-Tipps in unseren Nachbarländern. Und als kleiner Tipp: Der Freizeitpark bietet auch eine Jahreskarte an, die aufgrund des attraktiven Preises und sehr vielen interessanten Partnerparks ein heißer Deal ist. Mehr dazu kannst du in meinem Beitrag zur Jahreskarte vom Walibi Belgium nachlesen.
4. „YoY“, Walibi Holland (Niederlande)

Wir gehen noch einmal zurück in die Niederlande, bleiben aber bei Walibi und begeben uns ins Walibi Holland. Zur Saison 2019 hatte man hier die alte Holzachterbahn „Robin Hood“ vom Hersteller Rocky Mountain Construction zu dem wahrlich wilden Hybrid-Coaster „Untamed“ umbauen lassen. Und jetzt geht es mit RMC in die zweite Runde: Das Walibi Holland holt uns 2025 den ersten Single-Rail-Coaster von RMC nach Europa. Oder besser: die ersten zwei Single-Rail-Coaster. Denn „YoY“, so der Name dieser Neuheit, ist eine sich duellierende Doppelachterbahn.
Beide Strecken sind 29 Meter hoch, etwa 650 Meter lang und die Züge erreichen um die 80 Stundenkilometer. Die grüne Strecke ist mit sechs zackigen Inversionen jedoch speziell den Thrillseekern gewidmet, während die blaue Strecke keine Inversionen hat und eine gemäßigtere Experience bietet – für alle, die es eben nicht so abgefahren und spektakulär wollen. (Wobei… wenn man sich das alles so ansieht, wird es sicher trotzdem ordentlich rasant sein.)
Während „Mecalodon“ im Walibi Belgium in eine sehr detaillierte Themenwelt eingebettet wird, verhält sich das Walibi Holland mit „YoY“ zurückhaltender. Grün repräsentiert die Natur, Blau repräsentiert das Meer. Trotzdem werden die beiden Achterbahnen, bei denen man jeweils einzeln hintereinander weg sitzt, ein aufregendes Erlebnis sein. Und als kleiner Tipp: Wer „YoY“ im Eröffnungszeitraum erleben will, sollte darüber nachdenken, die vom Walibi Holland für 2,50 € angebotenen Garantie-Tickets zu holen, um definitiv entsprechend viele Fahrten auf „YoY“ sicher zu haben.
5. „Helios“, Fantasiana Erlebnispark (Österreich)

Niederlande: Check. Belgien: Check. Jetzt führt uns die Tour nach Österreich, genauer in den Fantasiana Erlebnispark Straßwalchen bei Salzburg. Dieser Freizeitpark ist flächenmäßig recht überschaubar, hat sich in den letzten Jahren aber trotzdem zu einem echten Geheimtipp gemausert – einfach, weil er sehr viel sehr richtig macht.
Eines der großen Highlights der letzten Jahre war die neue ART-Engineering-Familienachterbahn „Fridolins verrückter Zauberexpress“. Und jetzt legt Fantasiana mit der neuen Achterbahn „Helios“ pompös nach. Der Freizeitpark hat sich für einen Stryker-Coaster von Mack Rides entschieden – die Züge so wie bei „Voltron Nevera“ im Europa-Park, nur das Layout ist natürlich anders dimensioniert.
„Helios“ soll bis zu 75 Stundenkilometer erreichen und wird einen steil verdrehten First-Drop, eine nach rechts führende aber nach links geneigte Hochkurve sowie drei Inversionen haben. Zwei dieser Inversionen bilden den spektakulären Wendepunkt der Achterbahn direkt über dem Parkeingangstor. Die dritte wirbelt die Fahrgäste kopfüber durch das Stationsgebäude.
Fantasiana hat angekündigt, die Achterbahn am 12.04.2025 öffnen zu wollen. Anhand dessen, was man auf Artworks und in der parkeigenen Baudokumentation von der Achterbahn sieht, sind große Erwartungen geweckt. Ich kann mir sogar vorstellen, dass wir hier im Gesamtpaket mit der Thematisierung die potenziell beste Achterbahn-Neuheit 2025 in Europa haben.
6. „Wiener Looping“, Prater (Österreich)

Wir bleiben in Österreich und beamen uns mal eben rüber nach Wien. Was lustig ist: Nicht nur Fantasiana baut einen Big-Dipper- beziehungsweise Stryker-Coaster, sondern auch auf dem Wiener Prater entsteht einer. Und es sind zwei komplett unterschiedliche Bahnen.
Der „Wiener Looping“, so der Name dieser neuen Achterbahn, erstreckt sich über eine recht große Fläche des Praters von 3.000 Quadratmetern. Die 31 Meter hohe Bahn wartet mit einem 92 Grad steilen First-Drop, zwei Inversionen – darunter ein in die Länge gestreckter Looping –, einigen Airtime-Momenten und vielen teils engen Kurven auf. Eine Besonderheit ist außerdem der zweite Wagen, bei dem die Sitze der zweite Reihe verkehrtherum montiert sind, sodass man die Achterbahnfahrt rückwärts erleben kann.
Der Name „Wiener Looping“ steht nun natürlich in direkter Verbindung mit dem Element in dieser Achterbahn. Eigentlich geht er jedoch auf eine Looping-Achterbahn des Herstellers Schwarzkopf zurück, die 1982 im Prater aufgebaut aber wegen Lärmbeschwerden nie eröffnet und letztendlich in die USA verschifft wurde. Und Fun-Fact: Auch bei dieser Achterbahn gab es rechtliche Streitigkeiten, weil man beim Bau versehentlich anfing, ein noch genutztes Gebäude abzureißen. Nun ist aber alles gut und wir dürfen uns nach zuletzt der „Gesengten Sau“ von Gerstlauer auf eine weitere richtig schöne Achterbahn in Wien freuen.
7. „Mission Bermudes“, Futuroscope (Frankreich)

Weiter nach Frankreich. Zweifelsohne. Denn was hier 2025 an neuen Achterbahnen und Attraktionen entsteht, ist der Wahnsinn. Die mit Abstand spannendste Neuheit davon dürfte „Mission Bermudes“ im äußerst aufstrebenden und schon heute millionenfach besuchten Freizeitpark Futuroscope sein.
„Mission Bermudes“ ist keine Achterbahn, auch, wenn man die Attraktion bei Coaster-Count als Zähler markieren darf. Nein, es ist vielmehr der heiß erwartete Prototyp des innovativen „Rocking-Boats“ von Mack Rides und damit eine Wasserbahn. Und wenn man sich die Artworks von „Mission Bermudes“ ansieht, scheint der Park Futuroscope alles zu toppen, was er je gemacht hat. Das sieht richtig, richtig nice aus.
Das Bermudadreieck ist für die Legende bekannt, dass dort Schiffe und Flugzeuge auf mysteriöse Weise verschollen gehen. Diese Legende greift „Mission Bermudes“ auf. Es geht um eine Forschungsmission – und diese scheint in den reißenden Wassern ganz schön heikel zu werden. Jedenfalls soll die 25 Millionen Euro teure Anlage mit plötzlichen Rückwärtsgängen, engen Richtungswechseln, allerhand atemberaubenden Spezialeffekten, herausragender Thematisierung und vielen teils sehr nassen Hindernissen aufwarten.
Ich bin extrem gespannt und hoffe, dass ich den doch recht weit nach Frankreich rein gelegenen Freizeitpark besuchen kann. Zuletzt fiel er bereits mit dem Multi-Dimension-Coaster „Objectif Mars“ und dem beeindruckenden Motion-Ride „Chasseurs de Tornades“ auf. Aber sollte klappen – immerhin ist Futuroscope mit dem TGV nur 80 Minuten von Paris entfernt.
Und Apropos Paris…
8. „Cétautomatix“, Parc Astérix (Frankreich)

Anlässlich der nächsten neuen Achterbahn führt es uns zum Parc Astérix nördlich der französischen Hauptstadt. Erst 2023 sorgte der Parc Astérix mit dem spektakulären Multi-Launch-Coaster „Toutatis“ für Aufsehen. Und kurz darauf hieß es überraschend, dass bis 2028 noch zwei weitere Achterbahnen und viele andere Neuerungen und Erweiterungen kommen sollen. Die erste Achterbahn davon – ein Family-Spinning-Coaster von Gerstlauer namens „Cétautomatix“ – wird bereits dieses Jahr eröffnet.
So wie alle Attraktionen und Themenbereiche im Parc Astérix orientieren sich an den Charakteren und Geschichten aus den Asterix-Comics. So auch die neueste Achterbahn. Mit Cétautomatix (in den deutschen Comics heißt er nur Automatix) ist der Dorfschmied mit dem großem Hammer und der Schürze gemeint. Er taucht in den Comics zwar nur als Nebencharakter auf, bekommt mit dieser Achterbahn aber dennoch sein ganz eigenes Spotlight. Die Gäste werden in den Karren aus seiner Werkstatt platznehmen und darin eine wilde Fahrt mit freien Drehungen erleben.
Nähere Informationen etwa zur Höhe, Länge oder Geschwindigkeit von „Cétautomatix“ sind bisher noch nicht bekannt. Von dem her, was man auf Baustellenbildern sieht, dürfte ein moderat-rasantes Familienabenteuer zu erwarten sein. Und in jedem Fall ein weiterer Grund, dem Parc Astérix einen Besuch abzustatten. Er ist ein sehr gut gemachter Freizeitpark, wenn auch mit dem Nachteil, dass es oft sehr voll ist.
9. „Furacão“, Aquashow (Portugal)
So, jetzt mal raus aus Frankreich und ab in die Sonne Portugals. Ja, richtig gelesen. PORTUGAL. Ein Land, das noch nie durch irgendeine Achterbahn auffiel. Aber jetzt kommt sie: Die erste wirklich große Achterbahn des südeuropäischen Landes.
Bereits auf der IAAPA Expo Europe 2024 sprach Mack Rides über einen Launch-Coaster für den portugiesischen Wasserpark Aquashow im Süden des Landes. Dort steht bereits ein Klon der Wasserachterbahn „Poseidon“ im Europa-Park. Jetzt soll eine Katapultachterbahn kommen, die nach Aussage von Mack Rides ein von der Grundfläche her kompaktes, aber hohes, schnelles und inversionsreiches Layout hat.
Aktuellen Bildern auf Reddit nach befindet sich die Achterbahn im Aufbau. Jedoch ist unklar, ob und wann sie 2025 tatsächlich eröffnet wird. Auch der Name ist bisher noch nicht bekannt, wobei inoffiziell über den Namen „Furacão“ spekuliert wird.
10. „Aquila“, Mandoria (Polen)

Wie ein Furacão, also Hurrican, ziehen wir weiter nach Polen – und zwar zu der Achterbahn „Aquila“ im Indoor-Freizeitpark Mandoria. Sie dreht schon seit dem 19.01.2025 ihre Runden. Und diese Runden sind ziemlich rasant.
„Aquila“ ist das zweite Exemplar des LIM-Family-Launch-Coasters von Vekoma. Exemplar Nummer 1 entstand vor wenigen Jahren im schwedischen Freizeitpark Furuvik nördlich von Stockholm. Bei dieser Bahn, „Lightning“, machte man die erste Runde etwas langsamer als die zweite. Zudem weist das Layout recht viele hohe Punkte auf, an denen der Zug deutlich an Geschwindigkeit verliert.
Mandoria scheint sich dagegen mehr Thrill gewünscht zu haben. Das Ergebnis: Ein überwiegend bodennahes Layout und kaum Geschwindigkeitsverlust. „Aquila“ hat nur eine 16 Meter hohe Kurve direkt nach dem Launch, bleibt danach aber nah am Boden und rast regelrecht durchs Dunkle. Die 70 Stundenkilometer fühlen sich wie mehr an. Und bei rund einer Minute Fahrtdauer und 890 Metern Strecke ist es ja auch eine Durchschnittsgeschwindigkeit von rasanten 53,4 km/h.
Neben „Aquila“ ist in Mandoria Gerüchten zufolge auch noch ein großer Bobsled-Coaster von Gerstlauer zu erwarten. Die Anlage wird bereits eingelagert. Wann sie jedoch aufgebaut und eröffnet wird, ist bisher noch unklar. Das Layout soll identisch zu der Achterbahn „Tiki Waka“ im Walibi Belgium sein. Und spätestens, wenn auch dieser Coaster steht, sollte man Mandoria auf die To-Do-Liste setzen.
11. „Kraftverket“, Liseberg (Schweden)

Bevor wir unsere kleine Europa-Neuheitsreise in Deutschland wieder beenden, geht es von Polen noch einmal über die Ostsee nach Schweden. Denn dort wird im Göteborger Freizeitpark Liseberg einer der ersten Break-Dance 5 der Firma Huss präsentiert. „Kraftverket“ wird er heißen.
Und ja: Ein Break-Dance scheint erst mal keine Sensation zu sein. Jedoch handelt es sich eben um die neueste Generation des Fahrgeschäfte-Klassikers, der ursprünglich in den 1980er Jahren entwickelt wurde. Die Gondeln bieten mehr Platz und Komfort. Alle Fahrgäste haben einen eigenen Bügel. Die Anlage fährt schneller, leistungsstärker und dynamischer. Und: Sie ist effektreich Show-thematisiert. Liseberg hat sich dabei für ein industrielles Kraftwerks-Thema entschieden.
Huss hat das neueste Break-Dance-Konzept letztes Jahr vorgestellt. Jetzt ziehen die ersten Exemplare in die Freizeitparks ein. Im Wiener Prater ging Ende letzten Jahres der Prototyp „Laser Dance“ ins Soft-Opening. „Kraftverket“ ist die erste vollthematisierte Variante des Fahrgeschäfts.
12. „Gozimba“, Serengeti-Park (Deutschland)

Wie am Anfang versprochen, geht es nun zum Schluss wieder nach Deutschland zurück. Denn nicht nur der Europa-Park wartet mit einer innovativen Neuheit auf, sondern auch der – Trommelwirbel – Serengeti-Park in Hodenhagen in Niedersachsen. Hier wird Anfang April die Achterbahn „Gozimba“ eröffnet.
„Gozimba“ ist der weltweit erste Air-Loop-Coaster des Herstellers RES aus der Schweiz. Das Konzept ist ähnlich zu dem, was man von den Sky-Fly-Attraktionen von Gerstlauer kennt: Man sitzt in Einzelsitzen, die man während der Fahrt durch entsprechende Flügelbewegungen in seitliches Schwingen und Rotieren versetzen kann. Dadurch sind je nach Gusto auch Überschläge möglich.
Bei „Gozimba“ passiert das, während man unter der Schiene hängend mit bis zu 40 Stundenkilometern eine 400 Meter lange und bis zu 25 Meter hohe Achterbahnstrecke abfährt. Es ist sozusagen eine einzigartige Mischung aus Powered-Coaster und Sky-Fly mit mehreren Runden, die zusätzlich durch Soundtrack und Thematisierung untermalt wird und so zu einem coolen Familienabenteuer wird. Ich persönlich bin sehr gespannt darauf, wie sich die Bahn fährt.
13. „Scotland Yard“, Ravensburger Spieleland (Deutschland)

Und auch für die letzte echt vielversprechende Neuheit in Europa bleiben wir in Deutschland und machen uns auf zum Ravensburger Spieleland. Auch dort wird mit dem Darkride „Scotland Yard“ eine Weltneuheit eröffnet.
Mit über acht Millionen verkauften Exemplaren in mehr als 50 Ländern gehört das Familienspiel „Scotland Yard“ zu den absoluten Ravensburger-Bestsellern. Jetzt zieht das Spiel auch ins Ravensburger Spieleland ein – als interaktive, autonom fahrende Indoor-Outdoor-Themenfahrt. Und diese von Aufwind designte und entwickelte Themenfahrt ist so in dieser Form tatsächlich einmalig.
Genau wie im Spiel wird es auch bei der Themenfahrt darum gehen, Mister X zu jagen. Die Fahrzeuge haben wie ein echtes Auto Unterbau und Reifen und sind ohne Schienenführung unterwegs. Sie legen autonom den Weg zu bestimmten Punkten zurück, an denen die Fahrgäste anhand verfolgter Spuren eigene Entscheidungen treffen, die über den Ausgang der Fahrt entscheiden.
Dabei wird auch die alte Fahrrinne des Ende 2024 stillgelegten Raftings genutzt – unter anderem das Strudelelement, das jetzt als Abfahrt in einen Londoner U-Bahn-Schacht dient. Und: Die Fahrzeuge können, um die Verfolgungsjagd authentisch darzustellen, auf 20 bis 30 Stundenkilometer beschleunigen. Auch hier bin ich sehr gespannt auf das Ergebnis.
3 Neuheiten aus deutschen Freizeitparks waren hier schon vertreten. Wir dürfen uns aber noch auf 30+ mehr freuen. Alle Neuheiten in Deutschland stelle ich hier vor:
Mit all den neuen Achterbahnen und Attraktionen – und es erwarten uns noch so viele mehr – ist klar: Auch die Freizeitpark-Saison 2025 wird wieder äußerst ereignisreich. Und egal, ob es dich quer durch Deutschland oder sogar quer durch Europa zieht: Ich wünsche dir viel Spaß auf deinen Trips.

