Artwork der Achterbahn Cornwall-Coaster im Hansa-Park, neu für die Saison 2026 im Lokomotivdesign
Quelle: Hansa-Park

News: Hansa-Park baut zur Saison 2026 neue Achterbahn namens Cornwall-Coaster

Zwischen den natursteinernen Mauern und ländlichen Akzenten des „Bezaubernden Britanniens“ entsteht im Hansa-Park eine große Neuheit – der „Cornwall-Coaster“. Damit erwartet Deutschlands einziger Erlebnispark am Meer die erste neue Achterbahn seit mehr als einem Jahrzehnt. Die Familienachterbahn des Herstellers Gerstlauer entsteht direkt gegenüber der beiden Achterbahnen „Nessie“ und „Royal Scotsman“ und kombiniert mehrere Launches, sowohl vorwärts als auch rückwärts.

Screenshot aus einem Ankündigungsvideo mit den Spezifikationen der neuen Achterbahn Cornwall-Coaster im Hansa-Park 2026
Quelle: Hansa-Park (YouTube)

Erste Erweiterung des „Bezaubernden Britanniens“

2019 hat der Hansa-Park den Themenbereich „Bezauberndes Britannien“ eingeweiht. Mit dem 120 Meter hohen „Highlander“ zog der höchste Gyro-Drop-Tower der Welt in den Park ein, die Kultachterbahn „Nessie“ erhielt einen neuen Bahnhof im Stil des schottischen Eilean Donan Castles und der frühere „Rasende Roland“ bekam frische Optik und den neuen Namen „Royal Scotsman“. Jetzt wird der Themenbereich mit dem „Cornwall-Coaster“ das erste Mal auf großer Fläche erweitert.

Thematisch wird die neue Anlage dem Namen nach zu vermuten an die südwestenglische Grafschaft Cornwall angelehnt sein. Erste Artworks zeigen eine helle, offene Station mit klassischen britischen Bahnhofselementen – roten Dachstreben, Laternen im Industrial-Design und thematischem Gepäckdekor –, die die Atmosphäre einer historischen Küstenbahn widerspiegelt. Die Fahrt selbst scheint durch eine felsige Landschaft aus grauem Gestein, passender Vegetation und mehrfach verschlungenen Gleisverläufen zu führen.

Artwork zur Station vom Cornwall-Coaster, der neuen Achterbahn 2026 im Hansa-Park; Station im englischen Stil mit vielen Verzierungen
Quelle: Hansa-Park

Kompakt aber oho?

Die technischen Spezifikationen und die kurze Einblendung eines Layoutplans in einer der Baudokumentationen deuten darauf hin, dass der „Cornwall-Coaster“ auf einer Länge von rund 570 Metern mehrere enge, verschnörkelte Kurven, S-Kurven und kurze Höhenwechsel zu haben scheint. Die Passagen direkt vor und hinter dem Bahnhof deuten auf eine Schwenkweiche auf der einen und ein offenes Schienenende als Spike-Element auf der anderen Seite hin. Nach Angaben des Hansa-Parks wird die Achterbahn drei Vorwärts- und drei Rückwärts-Launches haben. Das reicht für den Titel der Achterbahn mit den meisten Beschleunigungen Deutschlands.

Der Zug bietet 20 Sitzplätze und orientiert sich optisch an einer kleinen Dampflokomotive – inklusive feiner Goldverzierungen und historisch anmutender Front. Warum der Hansa-Park erneut den Eisenbahnstil aufgreift, wo der benachbarte „Royal Scotsman“ bereits den gleichen Stil nutzt, wurde bis dato nicht kommentiert.

Screenshot aus einem Video mit dem Bauplan und Layout der neuen Achterbahn Cornwall-Coaster
Quelle: Hansa-Park (YouTube)

Parallelen zum 2023 eröffneten „FirleFranz“ im Bayern-Park

Insgesamt zeigen die Artworks, Baupläne und ersten Baustellenbilder starke Parallelen zur Achterbahn „FirleFranz“ im Bayern-Park, die 2023 von Gerstlauer gebaut wurde.

Auch „FirleFranz“ hat eine Schwenkweiche, ein offenes Spike-Ende und durchfährt das Layout einmal vorwärts und einmal rückwärts. Zudem ist jene Achterbahn schon für Kinder unter 100 Zentimetern Körpergröße freigegeben, was auch für das Familienpublikum des Hansa-Parks interessant ist. Ab wie viel Zentimetern Körpergröße der „Cornwall-Coaster“ effektiv freigegeben sein wird, entscheidet sich aber noch.

Der Hansa-Park und Gerstlauer verbindet eine jahrelange, enge Zusammenarbeit: Schon der Launch-Coaster „Flucht von Novgorod“ (2009), die Familienachterbahn „Schlange von Midgard“ (2011) und der Hyper-Coaster „Schwur des Kärnan“ (2015) wurden von Gerstlauer entworfen und gefertigt. Der „Cornwall-Coaster“ ist damit die vierte Achterbahn, die der Park von Gerstlauer entwickeln lässt.

Teil 1 des ‚Best Kept Secret‘ nach „Palacio de Braga“

Vom Hansa-Park wird die neue Achterbahn als „Teil 1“ seines laufenden ‚Best Kept Secret‘-Projekts“ bezeichnet. Kern dieses Projekts war bisher der Neubau des portugiesisch inspirierten „Palacio de Braga“ im Eingangsbereich. Dieser soll, so hieß es bisher, die Grundlage für kommende Erweiterungen und Neuheiten im Hansa-Park markieren, mit denen es jetzt losgeht.

Ob es eine direkte Verbindung zwischen dem „Cornwall-Coaster“ und dem „Palacio de Braga“ geben wird, ist unklar. Bisher hält der Hansa-Park offen, ob und wie sich einzelne Attraktionen und der Bau im vorderen Parkbereich zu einer größeren Gesamtgeschichte oder in einem anderen gemeinsamen Kontext zusammenschließen.

Baustellenbild vom Cornwall-Coaster im Frühjahr 2026 mit einem Bagger bei Fundamentsarbeiten

Baufortschritt im Blick

Wir dürfen gespannt bleiben, wie der „Cornwall-Coaster“ am Ende konkret aussehen und wie er sich fahren wird. Das Gießen der Fundamente ist abgeschlossen, womöglich werden in der nun laufenden Off-Season die Schienen montiert. Von Zeit zu Zeit lädt der Hansa-Park auf YouTube kurze Baudokumentationen hoch, in denen Fans den Bau verfolgen können.

Die Eröffnung des „Cornwall-Coasters“ ist für den Lauf der Saison 2026 angekündigt. Bis dahin bleibt die Bahn eines der spannendsten Projekte in der norddeutschen Freizeitparklandschaft – und die interessanteste Attraktionsneuheit des Hansa-Parks seit vielen Jahren.

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Eike der Achterbahnreporter im Hansapark mit Kamera

Moin, ich bin Eike, der Achterbahnreporter. Seit über 3 Jahren reise ich quer durch Deutschland und Europa, um die besten Freizeitparks und ihre Achterbahnen und Attraktionen zu entdecken. Ich entdecke und berichte – du liest und entdeckst.
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