Der Eingangsbereich des Toverlands steht vor seiner größten Veränderung seit der Eröffnung 2018. ‚Port Laguna‘ soll bis Ende 2027 umfassend erweitert werden. Das Herzstück der Pläne ist ein neuer Darkride für Familien – ergänzt wird dieser durch drei weitere Fahrgeschäfte und ein Restaurant.
Inhalte im Überblick
Vom Durchgangsbereich zur Erlebniszone

Als das Toverland 2018 mit ‚Port Laguna‘ seinen neuen Eingangs- und Empfangsbereich einweihte, setzte er auf mediterran-orientalisches Flair und hohe Aufenthaltsqualität. Gestalterisch ist das bis heute sehr stimmig – funktional jedoch ist der Bereich vor allem eines geblieben: ein Durchgangsbereich, der tagsüber tendenziell leer bleibt.
Abgesehen von regelmäßigen Shows und Einbindungen zu zentralen Event-Zeremonien bietet ‚Port Laguna‘ bis dato keine eigenständigen Attraktionserlebnisse. Und genau das soll geändert werden, bereits zum vierten Quartal 2027.
Erster vollwertiger Darkride des Toverlands als neues Herzstück

Wie aus einem öffentlichen Dokument bei der Provinz Limburg hervorgeht, soll ‚Port Laguna‘ aufwendig erweitert werden – mit erheblichen Neugestaltungen, vier Fahrattraktionen und einem Restaurant. Das Herzstück unter den Attraktionen soll ein brandneuer Darkride sein, der gemäß Artworks hinter der aktuellen Showbühne entsteht.
Auf veröffentlichten Artworks wirkt die Fassade der Halle stark zugewachsen – ob das natürliche Begrünung sein wird oder ein imitiertes Design, bleibt offen. Zudem deuten die Darstellungen auf ein ‚Omnimover‘-Fahrsystem hin, also ein kontinuierlich laufendes Endlos-System mit hoher Kapazität, wie man es etwa von der „Geister Rikscha“ im Phantasialand, „Phantom Manor“ im Disneyland Paris oder auch dem neuen „Schlümpfe Abenteuer“-Darkride im Plopsaland Deutschland kennt.
Ob die Attraktion auch in diesem Fall von Mack Rides umgesetzt wird, ist noch nicht bekannt. Klar ist jedoch: Ein ‚Omnimover‘ würde eine hohe Stundenkapazität liefern, die das Toverland bei mittlerweile über einer Million Besuchern pro Jahr sinnvoll nutzen kann. Zudem wird es sich um den ersten vollwertigen Darkride handeln, der in der hauptsächlichen Familienzielgruppe große Nachfrage erzeugen dürfte.

Thematisch soll sich die neue Attraktion um den Oktopus Joey und den Papagei Ivy drehen. Beide Toverland-Figuren sind bislang vor allem auf Merchandise präsent und würden nun erstmals eine eigene Attraktion erhalten. Wenn dem so ist, würde Port Laguna nicht nur vom Angebot her aufgewertet, sondern bekäme auch eine klar definierte erzählerische Identität – ähnlich wie mit Merlin im Themenbereich ‚Avalon‘.
Weitere Attraktionen für Familien und Kids
Der geplante Darkride bleibt nicht die einzige Neuerung. Laut den vorliegenden Informationen und Artworks sollen drei weitere Attraktionen hinzukommen: ein indoor platzierter „Demolition Derby“-Ride, wie ihn der italienische Hersteller Zamperla im Portfolio führt, ein offenbar eingehauster Mini-Freifallturm sowie eine kleine Wasserbahn für Kinder, die sich anscheinend um den Turm herumziehen wird. Offizielle Herstellerbestätigungen und Details zu den Attraktionen gibt es bislang nicht.

In der Summe deutet alles auf eine konsequente Familienausrichtung des Bereichs hin. Port Laguna würde damit vom reinen Empfangsbereich zu einer eigenständigen Erlebniszone mit mehreren niedrig- bis mittelintensiven Attraktionen werden. Ergänzt werden soll das Angebot durch ein zusätzliches Restaurant. Eine neu gestaltete Showbühne in Form einer Schiffsfront mit Segelmast und Wasserbecken lässt zudem darauf schließen, dass auch die Turmspringer-Show zurückkehren könnte.
Mit dieser Kombination aus dem Darkride, den kompakten Familienfahrgeschäften und dem gastronomischen Angebot würde Port Laguna deutlich an Aufenthaltsdauer gewinnen – genau jener Faktor, der bislang fehlte. Noch dazu entstehen weitere wetterunabhängige Erlebnisse.
Erweiterung ist Teil eines 98-Millionen-Euro-Investitionsplans
Die Umgestaltung von Port Laguna ist kein isoliertes Projekt, sondern Teil eines laufenden Investitionspakets von rund 98 Millionen Euro zur Weiterentwicklung des Toverlands. Neben der Erweiterung des Eingangsbereichs umfasst dieses Paket unter anderem auch die Erneuerung der kapazitär und technisch nicht mehr zeitgemäßen „Maximus Blitzbahn“ sowie den Bau eines altgriechisch inspirierten Ferienparks namens „Ithaka Resort“, dessen Eröffnung für Juni 2027 vorgesehen ist.

Im Kern reagiert das Toverland damit auf sein immenses Wachstum und baut die Wachstumschancen weiter aus. Seit der Park 2022 erstmals die Millionenmarke bei den Besucherzahlen überschritten hat, folgten jährlich neue Rekorde. Die zuletzt bekannte Zahl liegt bei 1.174.000 Gästen im Jahr 2024.
Das Toverland nutzt sein Wachstum damit nicht nur aus, sondern strukturiert sich aktiv für die Zukunft. Die kommenden Investitionen erscheinen vor dem Hintergrund, wie sich der Freizeitpark kurz hinter der deutsch-niederländischen Grenze bisher entwickelt hat, wie der nächste logische Entwicklungsschritt. Ich bin sehr gespannt auf das Ergebnis und werde berichten. Näheres zum Park findest du auf der Website des Toverlands.

